# 3 _ Die erste Begegnung

# 3 _ Die erste Begegnung

Anfahrt

Nach unserer Anfahrt durch Belgien und Frankreich mit negativem Coronatest im Handschuhfach – wir wurden nicht kontrolliert – sind wir in Les Sables d`Olonne angekommen, um unserer MariaNoa endlich und zum ersten Mal zu begegnen. Sie liegt neben diversen anderen Katamaranen am Auslieferungssteg von Lagoon. Die Identifikation ist gar nicht so einfach, denn hier liegen noch andere Lagoon 40. Glücklicherweise steht an unserer MariaNoa am Spiegel die Produktionsnummer 244 – das ist sie!

Viel zu kalt

Es ist bitterkalt! Normalerweise sind hier in dieser Jahreszeit mindestens 10 ° C. Brigitta und ich betreten die MariaNoa jedoch knapp über dem Gefrierpunkt und bei Nieselwetter. Wir sind eingemummelt, wie man nicht mal zum Skilaufen gehen würde. Barfußroute geht anders.

Es riecht so neu! Alles ist so sauber hier.

Unser zukünftiges Schiff ist zwar abgesperrt, aber wie üblich steckt der Schlüssel – open house. Im Salon riecht es nach „neu“. Alles ist blitz blank, ein wunderschönes Schiff. Und so riesig! Wir gehen über Deck, setzen uns an den Steuerstand, dann in den Salon. Backbordrumpf mit Eignerkabine, „Büro“ und großzügigem Eignerbad, Steuerbordrumpf mit zwei Gästekabinen und Mittelbad. Wir öffnen Schapps und schauen unter die Matratzen. Überall Seeventile, Sicherungen, Kabel und Schläuche, Pumpen und jede Menge nicht identifizierbare Technik. So ein Schiff ist eine riesige GFK-Schale, vollgestopft mit jede Menge Technik. Hier gibt es viel zu lernen, sehr viel zu lernen.

Kombüse

In der Kombüse ein 3-Flammenherd, Backofen, zwei Kühlschränke (für den Tunfisch oder den Maimai) und ganz wenig Stauraum. Es ist unvorstellbar, wie wir all unser Geraffel hier unterbringen sollen. Eine echte Herausforderung. Wir stecken wortwörtlich die Nase in Dinge, die uns in den kommenden Jahren verdammt viel angehen. Dies wird nach der Überführung nach Gibraltar unser neues Zuhause.

Segel

Die Segel sind angeschlagen und warten darauf uns über die Weltmeere in fremde Länder, in Traumbuchten und vielleicht auch durch Winde zu führen, die stärker sind als gewünscht. Doch bis es so weit ist, müssen wir noch viel Vertrauen aufbauen. Zunächst ist alles so fremd – ja, ein bisschen beängstigend.

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