Über uns

Hannes

Genau genommen heiße ich Hans-Jörg und bin Bayer, denn ich bin 1960 in der Oberpfalz geboren. Nach diversen Umzügen wurde ich 1989 in Hamburg sesshaft und fühle mich definitiv als Nordlicht. Ich bin (oder war ?) selbstständiger Architekt und Energieberater, war verheiratet und habe zwei inzwischen erwachsene wunderbare Kinder. Zum Segeln kam ich erst 2003 als meine damalige Frau ein Folkeboot erbte und wir schnell den passenden Schein dazu machten. Das Boot entpuppte sich als Ruine aber ich war unheilbar mit dem Segelvirus infiziert. Viele Familiencharterurlaube in der Ostsee, der Türkei und Griechenland folgten, später Kojencharter zu den Shetland-Inseln, über die Biskaja und im westl. Mittelmeer.

„Ach Herr Peter, schön Sie wieder zu sehen!“ – ich nervte zudem wiederholt auf der Boot in Düsseldorf. Irgendwann traute ich mich schon nicht mehr hin. Erst waren es die Boote von Hanseyachts, die mich wegen deren etwas zeitgemäßeren Designs faszinierten. Später als der Traum von einer Weltumsegelung reifte, waren es bevorzugt die Katamarane wegen ihrer größeren Wohnqualität. Ursprünglich sollte der Traum von einer Weltumsegelung im Renteneintrittsalter beginnen, doch nun kommt plötzlich alles anders und wesentlich früher.

Ich bin glücklich, dass ich sozusagen rechtzeitig Brigitta gefunden habe, die nicht nur mit mir tanzen geht, sondern tatsächlich das große Abenteuer einer Weltumsegelung mit mir wagen will. Ich empfinde es als riesen Vertrauensbeweis, denn Brigitta hat wesentlich weniger Segelpraxis. In diesem Sommer starteten wir daher eine Segelwoche in die dänische Südsee und wehrten alle Anfragen von Familie und Freunden ab, mit uns zu segeln. Denn wir wollten ausprobieren, wie es mit uns beiden auf einem Schiff so geht – es war eine wunderbare Woche!

Brigitta

Ich bin Brigitta, 1962 in Hamburg geboren, aufgewachsen und mit einer Unterbrechung von einem 5-jährigen Aufenthalt im Ausland, habe ich bis jetzt auch in Hamburg gelebt. Ich stolpere zwar nicht über den „spitzen Stein“ aber man hört es mir sicher an, dass ich eine Hamburger „Deern“ bin. Meine beiden lieben Kinder sind bereits erwachsen und haben mittlerweile ihre eigene Familie bzw. Partner. Seit 3,5 Jahren gehört auch meine niedliche Enkeltochter zur Familie.

Durch ein Schnuppersegeln auf der Alster in Hamburg wurde bei mir die Lust am Segeln geweckt und hat mich dazu animiert, meinen Segelschein zu machen. Mittlerweile bin ich auch stolze Besitzerin eines SBF-See-Scheines sowie der beiden Funkscheine UBI und SRC. Auf Törns in Kroatien, Sardinien und der dänischen Südsee konnte ich etwas Yachterfahrung sammeln, welche durchaus ausbaufähig ist. Die Bordküche ist auf jeden Fall in sehr guten Händen bei mir. Insbesondere auf unserem letzten Törn durch die dänische Südsee, habe ich mich aber als Crewmitglied beim Segeln, Anlegen und Ablegen gut nützlich machen können. Sonst hätte Hannes wohl sein Angebot, mich mitzunehmen wieder überdacht 😉

Bis zu dem Zeitpunkt als Hannes seine Idee einer Weltumsegelung vom Lebenstraum in eine konkrete Planung umgewandelt hat, war Segeln für mich eigentlich nur eine von vielen schönen Urlaubsbeschäftigungen mit gelegentlichen Törns. Meine Begeisterung hielt sich erstmal auch etwas in Grenzen als mich Hannes fragte, ob ich ihn auf diesem Langzeittörn begleiten würde. Je mehr ich mich aber mit Segel Langzeitfahrten auf der Barfuß Route beschäftigt habe, desto mehr steckte mich auch Hannes Begeisterung an, auf diese Weise die Welt zu bereisen.

MariaNoa

Steuerbordansicht

“Segeln heißt sich um die Welt reparieren!“ Toi, toi, toi – knock on wood. Genau um das zu umgehen, haben wir uns eine fabrikneue Lagoon 40 gegönnt. In der Hoffnung, wenigstens in den ersten Jahren nicht auf einer Dauerbaustelle zu leben.

Die 40`er ist das kleinste Modell aus dem Hause Lagoon. Kürzlich durften wir noch einmal die Baunummer 1 in Laboe besichtigen: wenn man das Schiff betritt, kommt es einem im Vergleich zu den uns gewohnten Monohulls riesig groß vor, überlegt man sich wo all die Dinge verstaut werden sollen, die man sich für eine Langfahrt wünscht, wird es schnell sehr eng an Bord.

Lagoon gehört zu Beneteau und Beneteau zu CNB und damit zur weltgrößten Sportbootwerft. Hohe Stückzahlen bedeuten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerdem gefällt uns in vielen Punkten das ausgereifte Design. Unsere MariaNoa ist eine Lagoon 40 in der 3 Kabinen Eignerversion. Wir freuen uns schon jetzt auf viel Besuch und viele Mitsegler, denen wir sehr adäquat eigene Kabinen in einem eigenen Rumpf mit einem großen Bad anbieten können. Bei einer Länge von 11,5 m und einer Breite von 6,8 m bietet die MariaNoa viel Platz zum Leben und auch mal zum Separieren. Mit einer Verdrängung von knapp 11 t und einer Standard-Segelfläche von 112 m² wird unsere MariaNoa kein Performance-Cruiser sein. Wir haben es aber nicht eilig, also was solls … Auf langen Passatrouten soll ein feuerroter Parasailor mit weiteren 120 m² dann aber doch für zusätzlichen speed sorgen.

Kabinen Layout

400 l Dieseltank, ein Wassermacher mit einem 300 l Tank garantieren uns die Unabhängigkeit, die wir uns wünschen. Verstärkte Maschinen 2 x 45 PS geben uns die Power, uns z.B. aus einer Legerwall-Situation zu befreien. S.g. RopeCutter vor den Faltpropellern ersparen uns hoffentlich das leidige Thema mit den Fischernetzen. Ein fest eingebauter Plotter am Steuerstand und ein mobiles Tablet dienen der Navigation. Unsere MariaNoa ist mit AIS, Radar und Forwardscan ausgestattet, alle Geräte von B&G. UKW, Satelitentelefon und WLAN-Booster halten uns mit der Welt in Verbindung. Zwei Kühlschränke und eine mobile Tiefkühlbox warten auf die Ergebnisse unserer Angelversuche. Neben dem 3-Flammen-Gasherd haben wir eine Induktionsplatte besorgt. Gutes Essen ist wichtig für die Seele.

Deck Layout

Aus ökologischen Gründen wollen wir auf einen Generator verzichten. Alternativ erhält unsere MariaNoa einen gewaltigen Geräteträger mit fünf Solarmodulen und eine zusätzliche Lithium-Batterie-Bank. Die zwei geplanten Windgeneratoren sind gerade gestrichen, da der Großbaum mit seinen Reffleinen den Rotorblättern einfach zu nahe käme.

Wir haben viele Hobbies. Deshalb führen wir einen Tauchkompressor, zwei Tauchflaschen und zwei vollständige Tauchausrüstungen mit. Tauchgänge direkt vom Schiff – ein Traum. An Land wollen wir mit unseren Montague M-E1 28 Zoll Falt-Ebikes Ausflüge machen. Und zwar auch wenn die Welt mal nicht so asphaltiert ist, wie bei uns zuhause.

Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Boot ohne Segel